Der aus dem E-Energy-Modellprojekt Smart Watts heraus entwickelte Vorschlag einer intelligenten und herstellerunabhängigen Vernetzung von Geräten will Lastmanagement und Lastverschiebungen ermöglichen. In Kombination mit intelligenter Software soll der EEBus die Voraussetzung für ein umfassendes und einheitliches Energiemanagement innerhalb eines Systems schaffen. Das System ist dann in der Lage, durch indirekte Steuerungsimpulse flexibel auf Marktanforderungen zu reagieren. Die hierzu notwendigen Impulse kann die Energiewirtschaft abstrakt über Internet (IP-Protokolle) dem EEBus-Netzwerk zur Verfügung stellen, dabei
- gibt der Nutzer vor
- entscheidet das Gerät
- und vernetzt der EEBus
Technisch baut der EEBus auf einer Powerline-Kommunikation über das Cenelec B-Band auf. Um in diesem heute schon oft genutzten, breitbandigen Frequenzband jedoch eine stabile und leistungsfähige Kommunikation anbieten zu können, wird die bestehende Norm EN50090 (KNX) mit dem Modulationsverfahren OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplex) kombiniert (Arbeitstitel KNX+). Vorteil: Die Kommunikation zwischen Smart Meter und der jeweiligen Wohneinheit ist robust und funktioniert in allen Einbausituationen (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Apartmenthaus). Gleichzeitig ist auch die Integration existierender KNX-Strukturen in das neue System (Interoperabilität) möglich. So genannte Bridges realisieren innerhalb einzelner Wohneinheiten eine Übersetzung der Powerline-Kommunikation in Funk und zurück. Damit können zum Beispiel Energie-Displays in der Wohnung überall genutzt werden – eine klassische Stärke von Funktechnologien, wobei zusätzlich auf ZigBee (basierend auf IEEE 802.15.4) als vermaschtes Netz zurückgegriffen wird. Hinzu kommen neue, für beide Technologien einheitliche, Energiemanagementfunktionalitäten. Dabei ist der EEBus hinsichtlich der Integration entsprechender Kommunikationstechnologien offen; neben KNX und ZigBee sind in Zukunft durchaus weitere Technologien vorstellbar. Im 2. Halbjahr 2010 sollen hierzu etwa 500 Haushalte in Aachen an einem Feldversuch teilnehmen. Es wird dann bereits Geräte geben, die auf die unterschiedlichen Preisinformationen reagieren können und damit ihren Anteil dazu leisten werden, unser Energiesystem stabil zu halten. Parallel hierzu werden Normierungsbemühungen aufgesetzt und erste Entwürfe für eine entsprechende Roadmap erarbeitet.
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