Erntezeit: Die Energie aus der Umgebung reicht aus, um Messdaten von Geräten mit batterielosen Funkmodulen zu versenden.
Erschienen in: Energy 2.0 Juni 2011, S. 63
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Daten energieautark übermitteln

Brücke zwischen Gebäudeautomation und Smart Metering

Die batterielose Funktechnologie verbindet Smart Metering mit dem Komfort und der Energieeinsparung der Gebäudeautomation. Mit einem herstellerübergreifenden Profil ist die energieautarke Technologie zudem interoperabel. *  Text: Armin Anders, EnOcean Foto: EnOcean  

Die wichtigste Voraussetzung für Smart Metering sind moderne Technologien, die sowohl den Versorgern als auch den Verbrauchern die nötigen Informationen liefern. Als Basis dafür müssen statistische Werte von möglichst vielen Verbrauchsstellen im Gebäude erhalten und diese über einen effizienten Weg an die Energieversorger übermittelt werden. Das erfordert Technologien, die mehr als nur die Transparenz von Stromverbräuchen ermöglichen. Aktuell gibt es bereits von Eltako erste Produkte auf der Basis der batterielosen Funktechnologie, die neben Strom auch die Verbräuche von Gas, Wasser sowie Wärme direkt an den jeweiligen Verbrauchsstellen erfassen und an eine zentrale Schaltstelle – den sogenannten Multi Utility Controller (MUC) – übermitteln können. Dabei werden Endgeräte wie zum Beispiel Stromzähler, Raumthermostate oder Fenstergriffsensoren über den MUC mit einer Weitverkehrsschnittstelle (GPRS oder LAN) verbunden, über die letztendlich die Daten an die Energieversorger übermittelt werden. Ergänzend dazu überwacht und zeigt zum Beispiel eine Software von BSC für den Kunden die aktuellen Zählerstände des Smart Meter und vergleicht diese mit vorab individuell hinterlegten Sollwert-Vorgaben. So werden Energieeinsparpotenziale aufgedeckt und Verbraucher wie Heizung, Jalousien und Licht bei Bedarf über das zentrale System gesteuert.

Leiter Produktmanagement und Mitgründer, EnOcean GmbH

Herstellerübergreifende Kommunikation

Mit der batterielosen Funktechnologie lässt sich zudem ein weiteres Problem lösen: die eingeschränkte Kommunikation zwischen unterschiedlichen Systemen. Denn die Umsetzung von Smart Metering wird häufig durch verschiedene Plattformen, Systeme oder Kommunikationsprotokolle erschwert, die nicht miteinander kommunizieren können. Dabei zählt die Interoperabilität zwischen den Produkten verschiedener Hersteller zu den Voraussetzungen für erfolgreiche Smart-Metering-Projekte. Um das zu ermöglichen, hat die EnOcean Alliance als ein spezifisches Geräte-Kommunikationsprotokoll das AMR-Geräteprofil (Automated Meter Reading) definiert. Das Profil ist auf eine kurze Telegrammlänge im Betrieb optimiert, um redundante Informationen zu vermeiden. Es kann jedoch auch leicht auf die Kommunikationsprofile von KNX oder EEBus abgebildet werden. Dadurch lässt sich die energieautarke Technologie in bestehende und neue Kommunikationsnetzwerke integrieren.☐

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