Erschienen in: Energy 2.0 Juni 2011, S. 53
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Plus-Energie-Tower in Systembauweise

Baukastensystem und Serienfertigung reduzieren Kosten

Ein Holz-Hochhaus, das mehr Energie erzeugt als es benötigt und schnell aufgebaut ist – das klingt vielleicht unglaublich, aber der Bau des ersten Towers beginnt in Kürze. *  Text: Cree Foto: Cree by Rhomberg  

Dornbirn, eine Stadt in Österreich unweit des Bodensees. Hier beginnt in den nächsten Wochen der Bau des ersten LifeCycle Towers. Als nachhaltig geplantes Holzhochhaus erzeugt der Tower mehr Energie als er verbraucht. Insgesamt zweieinhalb Jahre haben Architekten und Bauingenieure in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern international und interdisziplinär an dem Konzept des Towers geforscht. Dabei haben sie erstmals Lösungen gefunden, wie der nachwachsende Baustoff Holz in Verbund mit Beton bis zu 100 Meter beziehungsweise 30 Geschosse in die Höhe wachsen kann. Mitinitiator des Hybrid-Hochhauses ist die Rhomberg-Gruppe aus Vorarlberg, die für die Realisierung des Projekts das Unternehmen Cree gegründet hat: Creative Renewable Energy & Efficiency.

LifeCycle Tower: Das Hybrid-Hochhaus als Hotel konzipiert.
Baukastensystem: Die vorgefertigten Module aufgebaut als Bürohaus.

Hochhaus in unterschiedlichen Energiestandards

Über das Energiedesign machen die Planer den LifeCycle Tower alternativ zum Plus-Energie-Haus, Passivhaus mit Lüftungsanlage oder zum Hochhaus im Niedrig-Energie-Standard. Grundlage ist die innovative Gesamtkonzeption kombiniert mit der Anwendung bestehender Technologien zur Energieverlustvermeidung und -gewinnung. Ein Beispiel ist die Photovoltaik-Fassade. Speichertechnologien für thermische und elektrische Energie sind ebenso Teil des Energiekonzepts. Die Entwicklung eines Holz-Beton-Hybrids ist der eine Lösungspfad der Gruppe; der zweite ist die Systembauweise mit einem hohen Vorfertigungsgrad. Damit minimiert Cree die Lärm- und Staubbelastung in der Bauphase im Vergleich zu klassischen Bauweisen deutlich. Ein weiteres Plus im Städtebau ist die um die Hälfte verkürzte Bauzeit. Die Nutzung des nachwachsenden und regional verfügbaren Rohstoffes Holz kombiniert mit regenerativer Energietechnik senkt die CO 2 -Emissionen um 90%.

Lebenszyklusoptimierte Konzeption

Baukastensystem und Serienfertigung des LifeCycle Towers reduzieren die Lebenszykluskosten, da sowohl die Planungs- als auch die Errichtungskosten gesenkt werden können. Die lebenszyklusoptimierte Konzeption des Gebäudes und der Baustoff Holz gewährleisten eine lange Lebensdauer und eine rasche Austauschbarkeit veralteter Teile. Und selbst für die Urenkel der Bauherren bleibt der LifeCycle Tower profitabel, denn er ist voll recyclebar. „Unser Hybrid-Hochhaus erfüllt alle ökologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen“, ist sich Michael Zangerl sicher, der Projektleiter des Towers bei Cree. „Wir freuen uns auf die Bewerbungen von Städten beziehungsweise Bauherren für die Realisierung des LifeCycle Towers.“ Hubert Rhomberg, Geschäftsführer der Rhomberg-Gruppe, betont: „Wir haben den LifeCycle Tower so konzipiert, dass er als Wohn- oder Bürohaus, aber auch als Hotel genutzt werden kann. Möglich wird dies durch die Systembauweise, in der die verschiedenen Nutzungsarten in Planung und Ausführung mit minimalem Aufwand realisiert werden können.“☐

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