Erschienen in: Energy 2.0 Juni 2011, S. 10
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Übernahmen gestiegen

Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien waren im vergangenen Jahr ein sehr begehrtes Ziel von Investoren. Die Zahl der Fusionen und Übernahmen stieg 2010 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 70 % von 260 auf 446. Und auch in diesem Jahr scheint der Trend ungebrochen: Bereits im ersten Quartal 2011 waren weltweit 141 Deals im Volumen von 11,2 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen. Das hat eine Umfrage von VB/Research im Auftrag von KPMG unter 500 Entscheidern in Unternehmen, bei Investoren und Banken zwischen Januar und März 2011 ergeben.

Die fünf Haupt-Zielländer für Investoren waren demnach 2010 die USA (53 Prozent), China (38 Prozent), Indien (35 Prozent), Deutschland (34 Prozent) und UK (33 Prozent). Begehrteste Sparte aus Investorensicht waren Unternehmen im Bereich Biomasse (45 Prozent), dicht gefolgt von der Solarbranche (39 Prozent). An Boden verloren haben die Unternehmen im Bereich Onshore Wind (Rückgang von 35 Prozent auf 30 Prozent), während das Segment Offshore Windenergie sich einer vergleichsweise stabilen Nachfrage erfreute (2009: 11 Prozent, 2010: 10 Prozent).

KPMG-Partner Leif Zierz, Leiter des Transaktions- und Restrukturierungsgeschäfts bei KPMG: "Unsere Umfrage zeigt, dass vor allem bei Fusionen und Übernahmen in einer Größenordnung zwischen 50 Millionen und 500 Millionen US-Dollar der stärkste Anstieg zu verzeichnen ist. Die stärkere Nachfrage, flankiert durch günstigere Finanzierungsbedingungen, dürfte zu höheren Bewertungen in diesem Segment führen. Die Stimmungsänderung nach der Atomkatastrophe in Japan und der anziehende Ölpreis tun ihr Übriges."

Vor allem in Westeuropa kommt staatlichen Förderungsmaßnahmen weiterhin große Bedeutung zu. So ergab die Umfrage, dass Investoren als Hauptmotiv für ein Investment staatliche Anreize angeben. Für ein Investment in Italien bestätigen dies 41 Prozent der Befragten, UK sehen aus diesem Grund 38 Prozent als attraktiv an und Deutschland noch 29 Prozent. Im Gegensatz dazu steht in Ländern wie den USA, China und Indien eindeutig die Marktnachfrage im Vordergrund (41 beziehungsweise jeweils 46 Prozent Zustimmung). Drei von vier Befragten (78 Prozent) sehen den internationalen Markt in erster Linie durch chinesische Investoren getrieben, gefolgt von deren Counterparts in Nordamerika (59 Prozent).

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