Erschienen in: Energy 2.0 Juni 2011, S. 47
Sonne  |  

Südtirol – erste Adresse für erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Immer mehr Analysen zum italienischen Energiemarkt zeigen: Südtirol ist an der Spitze – nicht nur geographisch als nördlichste Region von Italien, sondern auch als herausragender Wirtschaftsstandort. Südtirol ist Vorreiter für effiziente Technologien und den Ausbau erneuerbarer Energien. In stetig wachsenden Netzwerken aus innovativen Unternehmen und wissenschaftlichen Kompetenzzentren entstehen neue Impulse für die Entwicklung in ganz Italien.

Wandler-Board: Für eine effizientere Ausbeute werden Solar­modul und Akku mit einem Gleichspannungswandler entkoppelt.
Matthias Willenbacher, Gründer und Vorstand der Juwi-Gruppe

Der Umweltbund Legambiente stellte kürzlich 20 italienische Kommunen vor, die bereits gänzlich mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Nicht weniger als 14 davon sind Südtiroler Gemeinden. Orte wie Bruneck, Prad, Toblach und Schluderns besetzen Spitzenplätze im Energie-Ranking der italienischen Umweltorganisation. Ihr Beispiel verdeutlicht die Zielstrebigkeit, mit der Südtirol die Themen Klimaschutz und alternative Energiegewinnung verfolgt. Bis 2015 sollen Anlagen zur Produktion von grünem Strom oder erneuerbarer Wärme in Südtirol bereits 75 Prozent des Bedarfs decken.

Einmaliger Kompetenzcluster

Zugleich tragen in Südtirol angesiedelte Unternehmen aus allen Teilen der Energiewirtschaft mit ihrem Engagement und ihren Spitzenprodukten zur Energiewende in ganz Italien bei. Die Republik muss bis 2020 die Vorgabe der EU erfüllen und mindestens 20 Prozent ihrer Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen. Unter den in Südtirol konzentrierten Branchenvertretern sind deutsche Photovoltaik-Spezialisten wie Juwi oder Ralos, die inmitten der Dolomiten neue Standorte für ihr Italiengeschäft eröffnet haben. Gemeinsam mit in Südtirol gegründeten -Marktgrößen wie Fri-El Green Power und renommierten Wissenschaftseinrichtungen wie der Europäischen Akademie (EURAC) und dem Fraunhofer Innovation Engineering Center (IEC) in Bozen bilden sie einen einmaligen Kompetenzcluster.

"Südtirol ist in der Energiebranche führend in Italien.
Unternehmen, die sich hier ansiedeln, profitieren von allen Vorteilen, die dieser Leadershipfunktion entsprechen", erklärt Ulrich Stofner, Direktor der Business Location Südtirol (BLS), der Standortagentur des Landes. Als Partner für die Unternehmen bietet die BLS einen umfassenden Service rund um
Neuansiedlungen und Erweiterungen des Betriebsstandorts. Motivierte und erfahrene Mitarbeiter vermitteln Fördergelder, klären Steuerfragen und finden eine geeignete Immobilie.

Italiens Märkte für erneuerbare Energien und Energieeffizienz bieten auch weiterhin ein gutes Wachstumspotenzial. Darauf verweisen zahlreiche Indikatoren. Ein deutliches Signal geht von den Energiepreisen aus: Sowohl private Haushalte als auch Industriekunden müssen in Italien im EU-Vergleich besonders tief für ihre Stromrechnung in die Tasche greifen. Davon profitieren die Anbieter von energiesparenden Technologien.

Gleichzeitig wächst auch in Italien das Interesse an energieeffizienten Gebäuden. Unter den Bestandsbauten ist die Zahl sanierungsbedürftiger Objekte sehr groß. Zugleich erhalten Bauherren für Investitionen in energetische Gebäudesanierungen einen Steuervorteil von bis zu 55 Prozent. In vielen Regionen Italiens anerkannte Maßstäbe für effizientes Bauen setzt die KlimaHaus-Agentur. Auch sie hat ihren Sitz in Südtirol – der ersten Adresse Italiens für erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

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BLS – Business Location Südtirol/Alto Adige
Südtiroler Str. 58
39100 Bozen
Italy
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