Erschienen in: Energy 2.0 Juli 2011, S. 10
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PV-Anlagen stützen Netz

Die erfolgreiche Netzintegration von Solarstrom ist für den weiteren Ausbau der Photovoltaik ein Thema von hoher strategischer Relevanz. Vor diesem Hintergrund haben sich zehn führende Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern verpflichtet, ihre Produkte ab Mai 2011 mit angepasster Überfrequenzabschaltung auszustatten. Solar-Wechselrichter schalten dann in der Regel nicht mehr bei 50,2 Hertz ab. Mit relativ geringem Aufwand wird so die System- und Versorgungssicherheit erheblich verbessert, wovon alle Stromkunden in Deutschland profitieren, so die SMA Solar Technology.

Nach den bisherigen, von den Verteilnetzbetreibern geforderten Anschlussregeln mussten sich PV-Anlagen bei erhöhter Netzfrequenz schlagartig vom Netz trennen. Die gleichzeitige Abschaltung der inzwischen sehr großen installierten PV-Leistung im deutschen Niederspannungsnetz könnte jedoch zu Instabilitäten, bis hin zu großflächigen Blackouts, führen. Daher sollen sich PV-Anlagen bei erhöhter Netzfrequenz nicht mehr vollständig abschalten, sondern ihre Leistung zunächst stufenlos reduzieren. Vor diesem Hintergrund haben über zehn führende Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern, darunter SMA, erklärt, ihre Produkte mit angepasster Überfrequenzabschaltung auszuliefern. SMA war nach eigenen Angaben maßgeblich an der Initiative beteiligt und setzt die FNN-Übergangsregelung des Forums "Netztechnik/Netzbetrieb" (FNN) des VDE für Lieferungen ab Werk seit dem 12. Mai 2011 um.

Für Pierre-Pascal Urbon, Vorstandssprecher der SMA Solar Technology AG, ist die erfolgreiche Netzintegration von Solarstrom das zentrale Thema der kommenden Jahre: "Um das weitere Wachstum der Photovoltaik abzusichern, müssen wir den zunehmenden Anteil von Solarstrom an der Energiegewinnung problemlos ins Netz integrieren. SMA hat das Thema Netzintegration bereits frühzeitig erkannt und treibt die Entwicklung hier proaktiv voran", so Urbon. Auf die Abschaffung der 50,2-Hz-Abschaltung habe SMA schon sehr lange hingewirkt. "Mit der freiwilligen Selbstverpflichtung zur frequenzabhängigen Wirkleistungssteuerung von Photovoltaikanlagen am Niederspannungsnetz kann auch bei hoher Einspeiseleistung von Solarstrom eine flächendeckende Netzstabilität gewährleistet werden. So verschaffen wir Betreibern ein hohes Maß an Planungssicherheit, weil sie ihre Anlagen voraussichtlich ab 2012 nicht nachträglich umrüsten müssen", ergänzt Bernd Engel, Senior Vice President Technolgy.

SMA liefere nicht nur ab Werk Geräte gemäß der FNN-Übergangsregelung aus. Durch eine umfassende Information im Internet einschließlich einer Handlungsanweisung und der Bereitstellung der notwendigen Software-Updates versetze SMA die Installateure in die Lage, bei Neuinstallation die PV-Anlage gemäß der FNN-Übergangsregelung in Betrieb zu nehmen. Wenn weitere Informationen zur späteren Nachrüstung von PV-Anlagen zur Verfügung stehen, werde SMA darüber auf seiner Internetseite berichten.

Die Selbstverpflichtung wurde vom Bundesverband Solarwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem FNN (Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE) und der Bundesnetzagentur erarbeitet und gilt in Form eines technischen Hinweises, bis voraussichtlich am 1. Januar 2012 die VDE/FNN-Anwendungsregel "Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" verbindlich wird.

Weiterführende Informationen

www.vde.de/de/fnn/arbeitsgebiete/tab/seiten/50-2-hz.aspx

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